Zu Bübchens Post: Das wahrscheinlich Wichtigste ist zu erkennen, dass man sein Leben selbst gestalten kann. Das wär der 1. Schritt. Was ist nun der 2. ? Danach zu handeln? Wer macht das schon? Das Leben wird bestimmt durch eine Vielzahl von Außeneinflüssen, die die Gestaltungsmöglichkeit einschränken, abwürgen, zunichte machen.
Ein von mir oft gedachter Gedanke lautet in etwa: Alles geht sowieso nicht, wenn dann kann es nur als bestmöglicher Kompromiss funktionieren. Kompromiss aus Arbeit - Freizeit, Familienleben - Freunde, Faulenzen - Sport, Fressen - Fasten etc. etc. Da steckt aber wahrscheinlich auch der Fehler, ich glaube nicht mehr an das Glück, ich glaube nur mehr an Grautöne und Grautöne rechtfertigen kein Verlassen des Schneckenhauses. Vielleicht rechtfertige ich damit aber auch nur meine Tatenlosigkeit. Tja.
Lieber K. .... ich geh schlafen. Man sieht sich beim nächsten Exzess - wenigstens was handfestes - kein Kompromiss
Na ja, Außeneinflüsse schränken uns natürlich ein - aber die Frage ist mehr, wie nehmen wir sie überhaupt auf. Ein Beispiel - Ein Vater ist unglaublich dominant - das ist der Außeneinfluss. Nur würde ich jetzt nicht daraus schließen, dass jeder ein Leben lang deshalb einen Minderwertigkeitskomplex haben muss. Trotz dominanter Väter schaffen es manche erwachsen zu werden - manche aber auch nicht.
AntwortenLöschenMein Punkt ist - es hängt dann doch wieder sehr von uns selbst ab, in wie weit wir gestalten oder uns gestalten lassen.
noch ein Beispiel:
AntwortenLöschenIch kann dem Außeneinfluss Migration in Österreich für meine eigene missliche Lage verantwortlich machen, ich kann dem Kapitalismus die Schuld geben oder meine Mutter für meine Unfähigkeit verantwortlich machen - jeder Zugang bedeutet ein anderen Lösungsansatz..........
Das Schwierige ist, seinen Zugang zu entschlüsseln, denn dieser determiniert fast immer auch das Problem.
Warum ist das Leben ein Kompromiss im Grauton?
Nicht eine rationelle Antwort gilt es zu finden - die Rationalität selbst ist das Problem.
Richtig die Rationalität an sich ist das Problem. Nur bring die mal wieder raus aus deinen Gedanken. Es ist so wie du geschrieben hast, irgendwann wird dir von außen eingepflanzt du musst die Schule/Lehre/Matura/Uni machen, du musst einen guten abgesicherten Job haben du musst eine gute Partnerin haben du musst Kinder haben etc. und dann bist du glücklich - wirst schon sehen! Soweit so gut man glaubt das und fängt mal an zu strampeln. Die einen strampeln länger, die anderen strampeln ein Leben lang und wieder andere kommen dann mit 25ig 30ig drauf, dass sie auf das alles eigentlich scheißen. Ein paar suchen sich dann was neues zum strampeln und ein paar bleiben zurück mit der Leere. An was klammert man sich in der Leere? An die Rationalität - alles ist logisch - es gibt zwar keinen Trost aber auch keine Entäuschungen. Soweit der Iststand. Nehmen wir mal an es wäre schaffbar die Rationalität wieder zu verdrängen und wieder zu leben. Wie könnte das gelingen? Wohl nur dadurch, dass man das in sich freilegt was man ursprünglich war, bevor man zum Funktionierer wurde. Allerdings glaube ich, dass dieser Weg nur für Wenige schaffbar ist. Ich weiß nicht mehr wer ich mit fünf Jahren war, aber ich weiß noch, dass ich damals mit mir im Reinen war. Keine Ahnung wann sich das geändert hat, irgendwann zwischen 10 und 20. What ever!
AntwortenLöschenAlkohol ist eine Lösung, zumindest auf Zeit, wenns auch nur ein paar Stunden sind ;-)
Zu deiner Frage: Du lebst selbst im Grauton! Musst ja auch die Arbeitsbiene spielen für die Herrschaften, damitst dein Stückl vom Kuchen bekommst. Geht dir zwar teilweise am Arsch aber du kannst nicht aus (scheinbar), weil es keine Alternative gibt - gebe es eine könnte man ja in den Untergrund gehen und dafür kämpfen ;-). Aber weit und breit nichts zu sehen.
AntwortenLöschenMir sind die Farben ziemlich wurscht - hörte schon mal den Vorwurf in einem Loch zu sitzen, genauso wie mir manchmal unterstellt wird ein Sonnenschein zu sein - entweder oder, oder doch beides,- doch grau? - nicht meine Fragen.......
AntwortenLöschen......weil sie darauf abzielen, aus Wasser Stein zu machen..............
In einem Moment ist das Leben ein grauer Kompromiss, im nächsten der gebräunte Auschnitt einer Kellnerin, im nächsten die strahlende Frische von einem Bier und dann wieder so rot wie der Kopf von einem aufgehängten Selbstmörder..........
natürlich kommt grau dabei raus wenn man am Ende des Tages alles zusammenmischt - aber wozu soll das gut sein?
Das ich eine brave Biene bin ist natürlich auch tragische Wahrheit ;-)