Dienstag, 12. Mai 2009

Selbstgerechtigkeit

Für das Böse ist das Gute das Böse. Was aber ist für das Gute das Gute? - Richtig. Und genau das ist die verdammte Selbstgerechtigkeit der Protestanten.

10 Kommentare:

  1. Scheisse Bernd, ein gutes Schnackerl, aber wieso die Protestanten als einzige fertig machen? Betrifft das nicht alle die glauben irgendwelche Grundsätze zu haben?
    Außerdem, wenn das Gute das Böse ist, muss das Böse für das Böse das Gute sein, was darauf hinweist dass das Ganze nur Hirnwichserei ist und Gut und Böse sowieso nur Wortkonstrukte sind die der Selbstgerechtigkeit derer dienen die diese Worte mit Sinn zu füllen vermögen.
    Dieses vermögen ist gleich zu setzen mit Macht und diese können wir ihnen nehmen in dem wir entweder diese Sinngebung ignorieren oder denselben Worten neue Bedeutung geben. So könnte Gut eigentlich für Affe und Böse für Banane stehen. Dann wäre für die Banane der Affe die Banane, aber was wäre für den Affen der Affe- braucht er doch die Bananen um zu überleben?

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  3. Ha ha ha - da schaust Bernd - scheiße!

    Aber wie geht der Gedanke weiter verehrte schmisu?

    Das Vermögen Gut und Böse Sinn einzuhauchen, gleichzusetzen mit Macht ist wohl etwas verwegen. Auf der anderen Seite ist Macht niemanden durch Ignoranz zu nehmen. Die Sinngebung des Irakkrieges durch Cheney können die Iraker vielleicht bis heute erfolgreich ignorieren – vor allem weil sie auf beiden Beinen hinkt. Doch entmachtet wurde dadurch niemand.

    Außerdem ist Gut und Böse für Protestanten keine Hirnwichserei und deshalb geht die konstruktivistische Kritik an der Sache vorbei. Dieser Affe weiß, dass er auf Bananen steht!


    Aber was wolltest du uns eigentlich wirklich sagen Bernd – ich nehme mal an das war ein Zitat?

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  4. Ist es so, dass das Böse für das Böse das Gute ist?

    Also ich denk ja, dass die Unterscheidung zwischen Gut und Böse Moral voraussetzt. Wenn wir also mal unterstellen, dass das Gute einer Moral unterworfen ist, lässt sich die Frage nach dem Guten für das Gute schon beantworten.

    Im Gegensatz dazu kann und will das Böse die Unterscheidung zwischen Gut und Böse für sich gar nicht treffen. Das Böse rechtfertigt sich durch Existenz - wertungsfrei. Gibt es eine Moral des Bösen? Alles existiert, egal ob Gut oder Böse. mMn muss das Böse ja nicht unbedingt danach streben alles Gute zu zerstören bzw. überhaupt alles zu zerstören um das Böse zu sein.

    Also das Gute für das Gute lässt sich meiner Meinung nach leichter definieren als das Gute für das Böse.

    Scheiße Bernd, noch ein paar Worte zum Verständnis von Gut und Böse! Und was verdammt hat das mit den Protestanten zu tun?

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  5. Das is eigentlich eh bemerkenswert………

    Mal anders betrachtet: Gut ist gleich richtig und böse ist gleich falsch......

    Das Böse ist klar, es ist das Falsche – das, den Weltfrieden, die Umwelt usw. Gefährdende. Das ist das Böse der Protestanten.

    Wenn jemand - um etwas zu übertreiben - aus Spaß, mithilfe eines Vorschlaghammers, dem Kopf eines kleinen Mädchens als Baseball verwendet – dann ist das für mich falsch – oder eben mit anderen Worten böse. Nach der Aufklärung, also schon seit einiger Zeit, wurden die Adjektive gut und böse von falsch und richtig abgelöst.

    In diesem Fall ist dieses Falsch sehr weit entfernt von einem Wortkonstrukt. In diesem Fall spüre ich die Verfehlung der Aktion.

    Nur das Gute ist nicht so klar. Ich zum Beispiel flüchte wie Foucault himself vor dem Wort. Was ist schon gut? Und gerade wenn etwas offensichtlich richtig zu sein scheint, kommt es mir nur noch verdächtiger vor.

    Aber fast alle Leute die ich kenne brauchen das Gefühl, das Richtige zu tun, gut zu sein und auf der richtigen Seiten zu stehen.

    Das Blut auf unser aller Händen – denn unschuldig sind nur die Schafe unter uns – das ist nur durch verdammte Selbstgerechtigkeit wegzuwaschen – da hat Scheiße, Bernd schon recht.

    Und ich kann bezeugen, dass Scheiße, Bernd sich noch nie die Hände gewaschen hat!

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  6. Nein lieber K., es war kein Zitat sondern ein Schnackerl das mir gekommen ist.

    Warum die Protestanten, schmisu? Du hast schon recht, diese Sorte Mensch gibt es überall, aber: Rein aus meiner subjektiven Erfahrung heraus sind gläubige Protestanten mit ABSTAND die schlimmsten Vertreter - ist zwar scheißverallgemeinernd - aber was solls, so ist es meiner konkreten Erfahrung nach. Muslime und Katholiken haben einen Missionierungswahn und diverse andere Störungen, aber diese Arroganz, diese Selbstgerechtigkeit der gläubigen Protestanten haben sie nicht.
    Meine Erfahrungen beziehe ich aus einer realen Bekanntschaft mit einem gläubigen Protestanten. Der würde es niemals, niemals in Erwägung ziehen, dass er vielleicht nicht auf der Seite des Guten steht. Das arge ist er denkt nicht mal daran, da er ja nach den Regeln lebt und somit ein Ebenbild Gottes ist. Das pack ich nicht.

    Für das Böse ist das Böse das Gute.
    Für das Gute ist das Gute das Gute.
    Hier gibt es einen Überhang, eine Arroganz des Guten.

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  7. na ja.........

    - habe ich den letzten Absatz jetzt richtig verstanden?

    Wenn eine Bezeichnung nicht paradox ist, dann lässt sie automatisch einen Überhang entstehen?

    Ich würde ja sagen, für das Gute muss das Gute, das Gute sein............

    Ansonsten kann ich dir schon folgen........

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  8. War ja nur Hirnwixerei - ein geistiger Schluckauf eben - merkt man ja auch an meiner Rechtschreibung.

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  9. Ich habe mir gerade Hirnwichsen bildlich vorgestellt.....
    zuerst kommt der orgasmus - da wird geschrien wie am Spieß.....
    dann schneuzt man ganz kräftig.........
    dann legt man das vollgeschneuzte Taschentuch neben die Tastatur........
    und zuletzt schreibt man dann, was einem dieser Austoß unmißverständlich zu sagen hat!

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  10. Die Diskussion ist zwar so schön abgeschlossen mit dieser Verbildlichung aber ich muss halt auch noch meinen Senf dazu geben:

    Affe ohne Banane verhungert. Ebenso Gut ohne Böse, d.h. das Böse ist auch für das Gute gut. Wenn also das Böse gut und böse ist und das Gute ebenso dann ist das für mich Hirngeschneuze. Yin und Yang – beides ist eigentlich eines und die Differenzierung wird von Kirche, Staat oder sonstigen Moralaposteln veranstaltet um ihre Taten zu legitimieren. In der Theorie ist Ignoranz wohl effektiver als in der Realität – wär aber schön wenn’s so einfach wäre!

    Gute Frage ist obs so was wie ein Naturrecht gibt? Vielleicht, aber wie sollen wir erkennen ob etwas im Spektrum der Unendlichkeit auch tatsächlich gut ist? Vielleicht wäre das Mädchen aus K.s Beispiel zu einer Condoleezza Rice aufgewachsen?

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